Herbstausfahrt 2026

Am zweiten Septemberwochenende haben Daniela und Joachim in die Region Hohenlohe geladen unter dem Motto

„Von den Höhen der Hohenlohe bis tief unters Unterland“
(oder wie der Einheimische sagen würde „Vo de hohä Höch vo Höhlohe bis naff unners Unterland“)


Für alle die es nicht erwarten konnten, trafen wir uns schon am Freitag Abend in Neckarsulm im Hotel. Wir wurden von den beiden Organisatoren winkend direkt am Hotelparkplatz empfangen und eingewiesen. Nach einem Spaziergang durch das Zentrum von Neckarsulm sind wir in einer Besenwirtschaft eingekehrt. Das war sehr weitsichtig geplant, denn dann konnten auch die Fahrer etwas Bioethanol genießen.


schön aufgereiht
schön aufgereiht
fertig zur Abfahrt
fertig zur Abfahrt
los gehts
los gehts


Am nächsten Tag ging es nach ausführlichem Frühstück ins Hohenlohische direkt nach Öhringen. Ziel war das Motor- und Glasmuseum Öhringen auf dem Gelände der Alfred Heyd GmbH.
Das Museum ist mindestens einen Besuch wert, da es außer einigen speziellen Oldtimern und Motorrädern, Emailleschilder, Spielzeugautos und Eisenbahnen, Film- und Fotoapparate und Musikgeräten vor allem eine ausgezeichnete Glassammlung hat. Hier wurde jeder von uns begeistert. Die anschließende Diskussion mit Herrn Heydt persönlich war interessant vor allem auch in Bezug auf die Krise in der Region mit Audi und den Zulieferern.


viele schöne Autos
viele schöne Autos
Zeitgeist
Zeitgeist
Glaskunst meets Blechle
Glaskunst meets Blechle
schöne Glaskunst
schöne Glaskunst
die kann man so tragen...
die kann man so tragen...
das war einmal der neueste Schrei
das war einmal der neueste Schrei


Danach hat der Fahrspaß erst richtig begonnen. Über kleine, kurvige Straßen ging es in die Höhe bis Berg, mit Weitsicht bis zum Odenwald mit dem Katzenbuckel, um kurz danach auf engsten Sträßchen um Schloss Maienfels herum (wer nicht aufgepasst hat, war in eine Hofeinfahrt abgebogen) und dann wieder sehr steil hinabzufahren. Besonders beeindruckend für die Strecke waren die unglaublichen Ausblicke in die Landschaft mit Weinbergen, Wäldern und Flusstälern.
Die ganzen Straßen waren exzellent ausgewählt. Dazu wurden wir noch extrem umsichtig betreut (Originaltext Roadbook: „Achtung: sehr enges, kurviges und steiles Sträßchen. Gegenverkehr möglich! Die Hohenloher Bauern haben mit ihren Traktoren die schwerwiegenderen Argumente“). Da ist es kein Wunder, dass wir alle ohne Probleme die Ausfahrt genossen haben.


im Tal der Sägewerke
im Tal der Sägewerke
nur den Vordermann nicht verlieren
nur den Vordermann nicht verlieren
Wall-Fahrts-Kapelle
Wall-Fahrts-Kapelle


Zu Mittag waren wir in Pfedelbach-Harsberg verabredet. Die Gaststätte „Zum Löwen“ ist gleich links vom Gefängnis mit eigener Brennerei. (Anmerkung des Autors: Ich finde die Idee gut, wenn man für das Schwarzbrennen ins Gefängnis kommen kann, gleich dort zu brennen). Der Löwen ist seit vielen Generationen bekannt für seine Hausmannskost. Ein exzellenter Bestandteil war der schlonzige Kartoffelsalat (oder wie mer em Hohalohische sagt: a richdich schlonzicher Erbire-Salad ). Der Koch desselbigen war aus der 5. Generation der Familie Dreher, wie wir von seinem Großvater erfahren haben, der es sich bei uns am Tisch gemütlich gemacht hatte.


Maultaschen sind immer gut
Maultaschen sind immer gut
die Zechpreller hatten es nicht weit
die Zechpreller hatten es nicht weit
Dank an die Gastwirte
Dank an die Gastwirte


Trotzdem, oder wie man sagt, gestärkt sind wir zur Nachmittagstour aufgebrochen. Durch den Mainhardter Wald, am Limes lang und zurück auf die Hohenloher Ebene war unser nächstes Ziel Öhringen mit einer Stadtführung in 2 Gruppen. Unsere Führerin kannte sich mit Stiftskirche und Hochaltar aus, hatte aber viel Respekt vor der kleinen Demo auf dem Marktplatz, den wir erst bei unserem nächsten Besuch sehen werden. 


Hochaltar der Stiftskirche
Hochaltar der Stiftskirche
das Öhringer Schloss
das Öhringer Schloss
ein schönes Plätzchen an der Stadtmauer
ein schönes Plätzchen an der Stadtmauer
Veranstaltung auf dem Marktplatz
Veranstaltung auf dem Marktplatz
im Hochchor der Stiftskirche
im Hochchor der Stiftskirche


Im Anschluss ging es wieder zurück ins Hotel nach Neckarsulm zum Abendbuffet und gemütlichen Gesprächen. Nicht zu vergessen das Glas Geburtstagssekt, mit dem wir auf den Geburtstag einer Teilnehmerin angestoßen haben.
Am Sonntag ging es nach dem Frühstück los auf die letzte gemeinsame Tour. Zuerst ging es Richtung Bad Wimpfen. Danach über Neckar, Jagst und Kocher weiter nach Bad Friedrichshall zum Salzbergwerk. Die Ausdehnung des Salzabbaus für Industriezwecke und dem anschließenden Verfüllen des Stollens mit grenzwertigem Abfall ist weiter aktiv. Der Salzabbau für Speisesalz wurde eingestellt. Das erklärte unser traditionell gekleideter Steiger, der über viele Jahre im Salzabbau gearbeitet hatte und für uns der perfekte Fachmann war. Die 29 Knöpfe an seiner Uniform entsprechen den Lebensjahren der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.
Mit ihm ging es in den Förderkorb und dann 180m unter das Niveau des Unterlandes in einen riesigen Salzstollen. In diesem Teil des Stollens ist während des Rundganges der gesamte  Salzbergbau, die Verwendung von Salz in vielen Bereichen detailliert erklärt und mit  interessanten Kunstwerken ergänzt.


Zum Abschluss gab es das Mittagessen in der „Bergschänke“, die uns an eine Kantine erinnert und entsprechend lebendig und laut war.
Damit ist eine ereignisreiche Ausfahrt zu Ende gegangen. Die Katzen haben sich alle problemlos präsentiert. Die gesamte Strecke hat uns an Plätzen vorbeigeführt, die nur echte Einheimische kennen können.


Förderturn
Förderturn
unser Führer an dem Lageplan
unser Führer an dem Lageplan
unglaubliche Lasershow
unglaubliche Lasershow
riesige Hallen unter Tage
riesige Hallen unter Tage
Gemälde in der Bergschänke
Gemälde in der Bergschänke


Großen Dank von uns allen an die Veranstalter Daniela und Joachim für das tolle Wochenende und die großartige Betreuung.
Ich weiß es sehr zu schätzen, dass man mir als Schwabe ermöglicht hat über unseren Ausflug nach Franken zu berichten. Die KI hat mich etwas unterstützen müssen beim Dialekt, aber die Bilder sind dafür alle echt von mir und den anderen Fotografen

Text: Bernd, Bilder: Teilnehmer